Nodalpunktadapter Bauanleitung

Zuerst sollte mal erläutert werden wofür überhaupt ein Nodalpunktadapter benötigt wird und wie so ein Nodaldingsda benutzt wird. Da dies aber schon auf diversen Webseiten vorzüglich beschrieben wurde, bin ich heute einfach mal faul und verweise auf die Beschreibung von Langebilder.de 😉

Ja, auch auf der verwiesenen Webseite gibt es Bauanleitungen für Nodappunktadapter, doch lassen die sich nicht ohne Zuhilfenahme eines Schlossers, Drehers etc. realisieren.
Die Bauanleitung hier lässt sich auch mit geringen handwerklichem Geschick selbst durchführen!

Nachdem nun klar ist wofür ihr einen Nodalpunktadapter benötigt wird ist sicher der ein oder andere von euch dabei sein der sagt “Alles mumpitz, ich habe schon X Panoramen aus der Hand geschossen und die konnten alle in guter Qualität zusammengerechnet werden”.
Das kann schon sein und funktioniert bei Landschafts-Panoramen sehr gut so lange sich nichts in der Nähe befindet. Doch diese Art von Panoramen sind in der Regel sehr schnell langweilig denn so bekommt man keine” Tiefe” ins Bild. Paralaxeverschiebungen bekommt man nur wenn sich der Hintergrund in Verhältnis zum Vordergrund verschiebt – aber das ist ja hinreichend auf langebilder.de beschrieben worden.

Was wir benötigen, ist also eine Apparatur die es uns ermöglicht die Kamera so zu verschieben, dass genau der Nodalpunkt sich in der Mitte des Stativs befindet und somit die Kamera im Nodalpunkt gedreht werden kann. Wenn wir nun mehrere Zeilen benötigen, dann müssen wir sogar im Nodalpunkt verkippen können.

Bei Panoramen ist es von Vorteil die Kamera vertikal auszurichten um mehr Höhe auf das Bild zu bekommen – horizontal müssen wir ohnehin drehen…

Als erstes müssen wir nun bewerkstelligen, dass wir unsere Kamera in die optische Achse kommen, um sie dann der Länge nach verschieben können. Mit einem in sich verschiebbaren “L”-Winkel würden wir die Kamera seitlich verschieben und vertikal anbringen können. Nun müssten wir die Kamera nur noch nach vorne und nach hinten verschieben können damit wir die Kamera in den Nodalpunkt ausrichten können.

Jetzt müssen wir es nur noch schaffen diese Apparatur zu verdrehen, aber das schafft man mit den meisten Kogelköpfen solange sie einen Drehteller haben.

Übrigens, ich habe irgendwo mal gelesen dass der Nodalpunkt korrekterweise “Non-Paralax-Punkt” heisst – in meiene Augen ist das Klugscheisserei, mir ist wichtig dass ihr wisst was gemeint ist 😉

Nun zur Bauanleitung

Benötigten Werkzeuge:

  • Bohrmaschine
  • Bohrer
  • Gewindebohrer 1/4″
  • Feile
  • Metallsäge
  • Imbusschlüssel

Matereal

Im “Bauhaus” Baumarkt habe ich Aluminium-Schienen gefunden die man mit mitgelieferten verschiebbaren Winkeln verschrauben kann, denn die Winkel wollte ich dann doch nicht selbst bauen müssen 😉
“Combitech Coaxis” heißt das System zu dem ich gegriffen habe.

  • 3 “Combitech Coaxis”-Schienen mit 140 mm und 2x 190 mm (Bei der 2ten 190 mm Schiene kann es sein dass sie noch gekürzt werden muss, das hängt vom verwendeten Objektiv ab)
  • 1 “Combitech Coaxis” Winkelverbinder
  • 1 Flügelschraube M5
  • 1 Flügelschraube 1/4″
  • 3 Grosse Unterlegscheiben mit 6 mm Loch
  • Kork selbstklebend 1mm dick

Wekzeug

  • Säge
  • Metallpfeile
  • Bohrmaschine
  • Bohrer 4,5 + 6 mm
  • Gewindschneider 1/4″ -20

Als erstes habe ich die kuze Schiene (140mm) benutzt um ein 5mm Loch ca. 1 cm vom Rand enfernt, mittig zu bohren und danach ein 1/4″ gewinde geschnitten. Je nach Stativ kann es auch sein, dass man hier ein 3/8″ Gewinde benötigt. An dieser Stelle wird später das Stativ, bzw, die Nivelliereinheit befestigt.
Als Nivelliereinheit kann man auch einen auf den Kopf gestellten Kogelkopf benutzen, dieser sollte aber eine Drehfunktion haben, wie der “Novoflex Ball 19P”, da sich der Nodalpunktadapter sonst nicht drehen lässt 😀

Nun sollte ein Loch mit 6mm Durchmesser in ca. 3 cm vom Rand entfernt in eines der Langen Profile gebohrt werden – hier wird später mit der 5mm Flügelschraube das letzte Profil verschraubt.
Jetzt wird mit dem mitgelieferten Winkelverbinder das Lange Profil auf das Kurze quasi draufgestellt (s. Nodalpunktadapter Bild 1) unten. Die Positionierung macht man später, denn hiermit stellen wir ein, dass die optische Ache genau auf der Drehachse liegt.

Nun noch ein 5,5 mm Loch am oberen Ende der aufgestellten Schiene um es mit dem letzen Profil zu verbinden. Zu den Profilen gehören auch noch kleine Quadrate mit 5 mm Gewinde die man einfach quasi in das Profil stecken kann um etwas frei positionierbar festschrauben zu können. Um besser sehen zu können wo sich dises Quadrat befindet habe ich noch ein Längsloch entlang der Schiene hinein-gebohrt/-gegefeilt (Bild 2), das ist aber nicht unbedingt nötig. Falls ihr euch für das Längsloch entscheidet, dann lasst am ende noch etwas Platz für ein Loch um eine 1/4″ Flügelschraube durchstecken zu können, mit der die Kamera festgeschraubt wird.

An die Auflagefläche der Kamera habe ich noch etwas selbstklebenden Kork angeklebt, damit die Kamera nich rutscht.

Nun muss der N-Adapter noch so eigestellt werden damit die Kamera auch in der optischen Achse gerdreht werden kann – hier verweise ich nochmals auf Langebilder.de, dort ist dieser Vorgang wunderbar beschrieben.

Falls noch Fragen sind benutzt einfach die Kommentarfunktion dieser Seite  – viel Spass beim basteln 😉

Nodalpunktadapter Bild 1
Nodalpunktadapter Bild 1
Nodalpunktadapter Bild 2
Nodalpunktadapter Bild 2

2 Antworten auf „Nodalpunktadapter Bauanleitung“

  1. Konstruktion fast gleich wie bei mir . Allerdings diese Form ist für die Kleine Kamera die Grade dadrauf sitzt nicht geiegnet … Ich glaube aber du Besitzt noch eine Spiegelreflex kamera
    Jetzt gehe ich bei Dir auf der Suche nach Panorama Bildern um zu sehen die ergebnisse

    1. Stimmt, Du hast recht, die Kompaktkamera hab ich nur zur Veranschaulichung angebracht – denn zum Zeitpunkt der Bauanleitung hatte ich noch keine zweite DSLR…
      Ich bin mir nicht sicher ob ich hier überhaupt Panoramabilder veröffentlicht habe – das sollte ich demnächst dringend nachholen 😉

      Liebe Grüße
      Neufi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.