Yongnuo Strobist Equipment (Teil2-Blitze und Kugelkopf-Neiger)

Für alle dehnen der erste Teil durch die Lappen gegangen ist, hier geht’s zum ersten Teil!

Nachdem nun klar war, dass ich Ersatz für meine Receiver des Funkauslösers bekomme, habe ich vor lauter Begeisterung noch zwei von den viel gelobten Kompakt-Blitzen YN460-II von Yongnuo im gleichen Shop bestellt. Da ich schon mal dabei war, auch noch die passenden Kugelkopf-Neiger für Blitze und Schirme.

Nach etwas mehr als 3 Wochen Lieferzeit war auch das Päckchen da, genau einen Tag nach den Receivern – wieder ohne Zollgebühren 😉

Erster Eindruck nach dem Auspacken war gut!
Mit den Blitzen wird ein Standfuß, ein Bouncer und ein Transport-Säckchen geliefert.
Der Blitz selbst macht einen sehr soliden Eindruck und macht genau das was er soll, nämlich blitzen, nicht mehr und nicht weniger…

Einziger Kritikpunkt von mir ist die schon viel kritisierte Klappe des Batteriefaches, hier ist die Verankerung damit der Batteriedeckel nicht verloren geht ziemlich klapprig. Aber seien wir mal ehrlich, bei einem Blitz für etwas mehr als 40€ ist das wirklich zu verschmerzen und wenn das Ding wirklich mal abbrechen sollte, dann ist der Deckel eben nicht mehr unverlierbar aber funktionieren werden die Kontakte trotzdem noch…

Einstellen kann man 3 verschiedene Modi (durchwählbar mit dem MODE Taster) :

  1. Manual, also auslösen per X-Kontakt
  2. Slave1, blitzt sobald ein andrer Blitz zündet
  3. Salve2, wie Slave1, aber ignoriert Vor- bzw. Einstellblitze – hiermit lässt sich der Blitz sogar mit einer Kompakt-Kamera steuern.

Ansonsten lässt sich der Blitz recht gut und aufgeräumt bedienen – nun ja, sehr viel gibt es da auch nicht zu bedienen 😉

Es besteht die Möglichkeit die Blitzleistung bis zu 1/64 der Maximalleistung runter zu regeln und die einzelnen Lichtwerte sind nochmal in 7 Stufen anpassbar (+/- Taster).
Durch längeres gedrückt halten des ON/OFF Tasters wird – oh Wunder – Der Blitz ein- bzw. aus geschaltet. Mit PILOT wird der ein Blitz abgefeuert und jetzt wird es kompliziert, durch gedrückt halten der MODE-Taste und drücken der PILOT-Taste versetzt man den Blitz in den Mode um die 1/7 Detailstufen mit +/- Taste wählen zu können, nochmaliges drücken der MODE-Taste bewirkt, dass der eingestellte Wer übernommen wird – das war`s!
Ok, am Fuß gibt es noch eine Feststellschraube um den Blitz zu arretieren, unter dem Standfuß ist ein 1/4 Zoll Gewinde (übrigens aus Metall, das ist noch nicht mal bei meinem SB-900 von Nikon der Fall – schämt euch Nikon), der Bouncer kann auf den Blitz gesteckt werden und unter dem Batteriedeckel sind – wen wird es wundern – die Batterien versteckt.

So, das dürfte so ziemlich den komplette Inhalt der Bedienungsanleitung (wohl eher Bedienungsblatt), die in chinesisch und englisch vorliegt, wiedergeben. Wer sich jetzt noch über die Übersetzungsqualität in div. Foren aufregt, der hat meiner Meinung nach einen Sprung in der Schüssel…
Ist der Blitz geladen, feuert er bei vollen Akkus (bei mir Eneloops) alle 3 Sekunden (Schätzwert) eine volle Ladung ab.

Mich hat der Blitz überzeugt!!!
Wer sich nun über den weißen Steifen unter dem Bouncer auf dem Foto wundert muss sich bis zum nächsten Artikel der Rubrik Bastelecke gedulden 😉

Zum Kugelkopf-Neiger (wird unter dem Namen “360° Swivel Flash Blacket with Umbrella Holder – Tripod” verkauft)lässt sich nicht wirklich viel sagen, bis auf die Griffe der Fixierschrauben ist der Kugelkopf soweit ich das überblicken kann komplett aus Aluminium gefertigt. Die untere Schraube ist zum Fixieren auf einem Lampenstativ gedacht, die obere für einen Schirm und die mittlere um dem Kugelkopf in sich festzustellen. Am oberen Ende, am 1/4-Zoll Gewinde ist noch eine kleine Konterplatte aufgeschraubt, damit das Ausrichten des Blitzes mit dem Schirm exakt möglich ist.
Zusätzlich wird noch ein Plastikadapter mitgeliefert, der in Form von einem Blitzschuhs auf das Gewinde aufgeschraubt werden kann. Für mich hat dieser Adapter aber keinen praktischen Wert. Denn ich löse meine Blitze fast immer mit den Funkauslösern aus, die zwar in den Adapter eingeschoben werden können, aber dann nur lose darin herumrutschen und keine Möglichkeit der Befestigung bieten. Auch ein Loch für den Sicherungsstift, wie er bei Systemblitzen üblich ist, sucht man vergeblich.

Auch wenn das entsprechende Produkt von Manfrotto einen massiveren und wertigeren Eindruck macht, ist die Verarbeitungsqualität von ordentlicher Qualität und bei weitem ausreichend dimensioniert. Dennoch habe ich einen weiteren Kritikpunkt, denn hätte man den Fuß zum anbringen auf ein Stativ nicht zum festklemmen ausgeführt, sondern einfach ein 1/4-Zoll Gewinde spendiert, dann hätte man auch ohne Adapter den Neiger auf ein normales Stativ schrauben können.
Denn dieser Adapter wird nicht mitgeliefert – ist aber für den geringen Preis von unter 9 €  wahrscheinlich etwas viel verlangt.

Wenn man nun auf den Kugelkopf den Receiver des Funkauslösers schraubt und dann den Blitz darauf setzt, dann sieht das ganze wie folgt aus:

Ich hoffe der Artikel hat euch weiter geholfen und ihr hinterlasst mir auch mal wieder einen Kommentar 😉

3 Antworten auf „Yongnuo Strobist Equipment (Teil2-Blitze und Kugelkopf-Neiger)“

  1. Hallo Andy!
    Klasse Bericht. Ich selber habe die Manfrotto-Schirmhalter, auf die ich meine Funkauslöser+Blitze aufschraube. Diese benötigen allerdings in der Stativtasche recht viel Platz und lassen sich auch nur nach vorn und hinten neigen. Kannst du die Produktbezeichnung für die Kugelkopfneiger (wie man sie bei ebay braucht) einfügen?
    Viele Grüße
    Tino

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