Aufnahmetisch Selbstbau

Ich nehme hier mal die Anregung der letzten Folge von Fotopodcast.de auf und beschreibe den von mir gebauten Fototisch.

Grundlage bildet hier ein 1 m breiter x 60 cm langer Alurahmen aus Vierkant-Profilrohr mit einer Kantenlänge von 20 x 20 mm, den ich mit den dazugehörigen Verbindern zusammengebaut bzw. eingehämmert habe. Im Baumarkt waren verschiedene Arten von Verbindern aus Kunststoff erhältlich, ich entschied mich für “L”-Verbinder, die in der Ecke jeweils noch einen Abgang nach oben und unter haben.

An die Abgänge nach unten können Vierkant-Profilrohre angebracht werden, die als Tischbeine dienen. Hier entschied ich mich für die Kunststoff-Ausführung, die sind zwar etwas wackelig, aber leicht wieder entfernbar um den Tisch später wieder auseinander nehmen zu können. Sicher ist Aluminium als Tischbeine wesentlich stabiler, doch die bekommt man nicht mehr so einfach entfernt wie die Kunststoffvariante. Wenn jemand einen Raum zur Verfügung hat wo der Tisch stehen bleiben kann, dann ist Alu sicher die bessere Variante – leider verfüge ich nicht über diese Möglichkeit und muss den Tisch möglichst platzsparend verstauen können!

Die Abgänge noch oben bilden an der Vorderseite einen Anschlag für die Auflagefläche und am hinteren Ende werden zwei weitere Profilrohre eingesteckt damit die Auflagefläche als Hohlkehle ausgelegt werden kann, quasi als Rückenlehne ausgeführt.

Somit ist das Grundgerüst fertig!!!

Nun zur Auflagefläche…

Hier gibt es die verschiedensten Ausführungen und Materialien die von den ganz individuellen Vorlieben des Fotografen und des Einsatzzweckes abhängen. Ich habe mich für eine 2,5 mm dicke Polystyrol-Platte entschieden an die ich zur Verstärkung an der Vorder- und Hinterkante noch mit 2 Aluwinkel verklebt habe.

Der Grund warum ich mich für Polystyrol entschied ist, dass es mir für meine Zwecke stabil genug erscheint um mit ein paar wenigen Kilos belastet werden zu können und weil ich den Look mag, der durch die glänzende Oberfläche beim fotografieren entsteht. Des weiteren kann man durch die Platte durchleuchten, was mir sehr gut gefällt!
Falls doch einmal ein matter Untergrund gewünscht wird kann man immer noch einen Bogen aus “Elefantenhaut” oder Pappe darauf legen…

Ursprünglich war es nicht geplant an die Polystyrol-Platte Aluminiumwinkel anzukleben, doch durch die Größe von 1 m x 1m biegt sich die Platte doch etwas durch was die Handhabung schwierig macht.

Nun muss die Platte noch auf dem Rahmen fixiert werden. Hierzu benutze ich einfach kleine Schraubzwingen oder Klemmzangen. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass ich sehr flexibel bei der Ausgestaltung der Hohlkehle bin!
Bei größeren Objekten kann ich leicht die Polystyrol-Platte nach vorne schieben um mit dem Hintergrund weiter noch oben zu bekommen.

Auf Halterungen für Lampen oder Blitze habe ich verzichtet, da ich mit Studioblitzen arbeite und hierfür Stative vorziehe!

Hier noch die Teileliste – alle beschriebenen Bauelemente habe ich für günstiges Geld aus dem Baumarkt!:

  • 4 Stangen Vierkant Profilrohr aus Aluminium, Kantenlänge 20 mm, Länge 1 m
  • 6 Stangen Vierkant Profilrohr aus Kunststoff, Kantenlänge 20 mm, Länge 1 m
  • 4 Verbinder wie oben beschrieben
  • 2 Alu-Profilwinkel, Kantenlänge 15 mm, 1 m Länge
  • 1 Polystyrol-Platte, 2,5mm, 1m Kantenlänge

Ich gebe zu, dass die Fotos nicht besonders schön sind, nur damit man sich das ganze auch bildlich besser vorstellen kann:
[wp-imageflow2 dir=lichttisch]

Falls Ihr Kritik oder Verbesserungsvorschläge habt ist die Kommentarfunktion genau der richtige Platz dafür 😀

Zum Schluss noch ein Tipp:

Falls Ihr doch einmal einen Horizont für ein Bild benötigt bekommt man im Baumarkt Hochglanzlaminatplatten in schwarz oder weiß oft aus geöffneten Paketen einzeln – in meinem Fall für 2€ das Stück 😉

 

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