Meine erste Hochzeit als Fotograf – Teil 3 Die Hochzeit

Hier geht`s zum 1. Teil und hier zum 2. Teil.

Nun war es also soweit, am nächsten Tag wird der Tag der Tage sein und mir war klar – wenn morgen etwas schief geht, werden einige Leute ziemlich sauer auf mich sein!

Also los – Am besten am Vortag noch mal alle Linsen säubern und Sensor auf Flecken überprüfen und ggf. säubern – damit man bei der zu erwartenden großen Anzahl von Bildern nicht auch noch Sensorflecken wegstempeln muss 😉

Fotorucksack packen, evtl. die letzten Akkus laden (etwa 3 mal so viel wie ich wahrscheinlich benötigen werde), Notebook mit vollem Akku einpacken, Ladestation(en), Lichtformer, Stative, Funkauslöser etc. bereitstellen damit das Auto am nächsten Tag schnell gepackt ist.
Navi mit den Orten füttern und bei all dem technischem Kram nicht vergessen den Zeitplan und den Ablauf der Trauung in ausgedruckter Form einzupacken.
Hab ich auch wirklich nichts vergessen?

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Meine erste Hochzeit als Fotograf – Teil 2 Probeshooting

Bevor es nun mit dem 2. Teil der Hochzeitfotografie-Serie weiter geht, habe ich noch einen kleinen Nachtrag des ersten Teils.
Denn bevor ihr das erste Foto macht, solltet ihr die Bildrechte geklärt haben – am besten schriftlich!!!
Natürlich nur wenn ihr vorhabt die Bilder in irgend einer Form zu veröffentlichen. Falls nicht liefert ihr die Bilder ab und alle sind glücklich. Selbst wenn ihr eine Hochzeit unentgeltlich fotografiert müsst ihr die Bildrechte klären. Bei Polylooks, dem ehemaligen Stock-Portal der deutschen Telekom gab es mal Musterverträge kostenlos zum download, sicher gibt es sie auch an anderer Stelle im Web. Gerne würde ich sie hier zur Verfügung stellen, aber ich habe kein Ahnung ob ich da in eine rechtliche Falle tappe und auf Abmahnungen stehe ich nicht 🙁

Nach dem nun alle Vorbereitungen abgeschlossen waren habe ich ein Probeshooting mit

Probeshooting 1
Probeshooting 1

dem Hochzeitspaar vereinbart. Jetzt mag der Ein oder Andere sich fragen für was denn ein Probeshooting?
Das braucht doch kein Mensch, was soll ich den dabei noch lernen – ich kann doch fotografieren…
Das mag alles stimmen, das Probeshooting hatte ich unter folgenden Aspekten gesehen:

  1. Kennenlernen und Vertrauensbildung
  2. Sichten der Location
  3. Ausrüstung Testen

Für geübte Modells mag das kein großes Ding sein vor der Kamera zu stehen und zu posen, aber für jemanden der es nicht gewohnt ist vor der Kamera zu stehen ist das ein riesen Schritt heraus aus seiner „Komfortzone“!
Ich kann nur jedem Fotografen empfehlen, tauscht mal die Seite und danach werdet ihr wissen was ich meine…

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Meine erste Hochzeit als Fotograf – Teil 1 Vorbereitung

Aus allen Ecken hört man „tue dir das bloß nicht an“, aber genau solche Aussagen machen das ganze doch so spannend, oder?
Ok, wenn man sich unsicher mit dem Umgang der Kamera ist, kaum über Erfahrungen in der Portrait-Fotografie verfügt oder keine genaue Vorstellung hat was da auf einen zu kommt, dann sollte man wirklich die Finger davon lassen.
Aber allen anderen denen es Spaß macht Menschen zu fotografieren, die über einen langen Zeitraum in der Lage sind konzentriert zu fotografieren, denen kann ich nur mit Begeisterung meine Empfehlung dazu ausdrücken!
Es ist anstrengend – 15 bis 18 Stunden incl. keiner Pausen, die man meist nutzt um von A nach B zu kommen, die Bilder zu sichten, Akkus zu tauschen oder Sicherungen der Bilder anzulegen – ist sicher keine Seltenheit – aber es hat super viel Spaß gemacht!

Nur vor einer Situation möchte ich euch warnen, macht nicht den Fehler als fotografierender Gast aufzutreten, die Erwartungshaltung ist die gleiche – ob ihr nun Gast oder Fotograf seid, am Ende will das Hochzeitspaar tolle Bilder haben!
Deshalb steckt klar die Grenzen ab, entweder Gast oder Fotograf, beides geht nicht – das geht nur in die Hose…
Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr das zum ersten Mal macht, dann bitte nicht auf einer Hochzeitsfeier in der Familie!
Denn wenn es wirklich schief geht ist das sehr schlimm für das Brautpaar und ihr habt dann bis zum „St. Nimmerleinstag versch…“, das sollte man sich nicht in der  eigenen Familie antun…

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Foto-Shooting im Karate-Trainingslager

Neulich auf der Insel Losinj (Koroatien) hatte ich die Gelegenheit mit einigen Teilnehmern des „Modern Sports Karate Int. Adria-Camps“ zu einem kleinen Fotoshooting genutzt. Die Zielsetzung war Gruppenfotos mit Karatekas, die sich von den üblichen Gruppenfotos in einer, zwei oder drei Reihen deutlich abheben.
Also „rekrutierte“ ich ca. 15 Karatekas mit der Idee im Kopf sie in verschiedenen statischen und karatetypischen Posen Reihungen mit Schärfe/Unschärfekontrasten zu fotografieren.
Hierzu suchte ich einen Tag vor dem geplanten Shooting nach einer geeigneten Location in der Nähe des Trainingsplatzes.
In einem Waldstück fand ich einen geeigneten Platz, sodass wir möglichst keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt wurden um harte Schatten zu vermeiden.

Nach dem Aufbau, den ich schon vor dem Shooting vorbereiten konnte (Stativ aufbauen, Kamera und Blitz einstellen, etc.) teilte ich erst mal den „Modells“ mit was ich mit ihnen vorhatte. Dann deutete ich mir einen Assistenten heraus, der mir den ext. Blitz halten sollte, denn mein Dreibein hatte ich unter der Kamera und ein weiteres Stativ hatte ich nicht mit.

Nun ging es an`s Eingemachte, ich erklärte die erste Pose und machte die ersten Testschüsse um nochmal die Belichtungseinstellungen mittels dem Histogramm zu überprüfen. Jetzt ging es also los – ich machte einige Fotos aus verschiedenen Perspektiven, spielte mit Blende und verschiedenen Positionen des Blitzes.

Jedoch stellte ich schon beim Shooting fest, dass es nicht ganz einfach ist mehr als 5 Personen exakt in einer Reihe auszurichten. Kaum hat man die Körper in einer Reihe stimmen die Köpfe nicht mehr, stimmen die Köpfe sind die Arme schief, kurzum – irgendetwas ist immer schief – und hat man es endlich geschafft, bewegt sich sicher jemand auf dem Weg zurück zur Kamera…

Fazit: Für solche Gruppenfotos benötigt man mehr als einen Assistenten und evtl. sogar Hilfsmittel, an denen sich die Models orientieren können!!!

Trotz aller Widrigkeiten sind einige Fotos recht brauchbar geworden, seht selbst:

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